Diebe verrieten sich durch „Reichtum“

Printausgabe von Januar 1997 – Krone |


Angestellte prellten Betrieb um 19 Millionen

Die eigene Firma bestahlen Dutzende Angestellte eines Sanitärgroßhandels in Wien-Penzing. Die Mitarbeiter verkauften Material im Wert von rund 19 Millionen Schilling unter der Hand und leisteten sich mit ihrem neugewonnenen „Reichtum“ Luxus-Autos und Häuser – mit Swimmingpool. 65 Verdächtige wurden angezeigt.

Bereits im November des vergangenen Jahres hatte die Geschäftsführung des Betriebes bei der Polizei Alarm geschlagen. Über mehrere Jahre dürften Angestellte Waren aus dem Lager gestohlen oder weit unter dem Preis an Komplicen weitergegeben haben. Der Schwindel flog lange Zeit nicht auf, da die Täter geschickt den Firmencomputer manipuliert hatten. Doch der plötzliche „Reichtum“ der Angestellten wurde den mutmaßlichen Dieben und deren Helfern aus anderen Firmen schließlich zum Verhängnis. Ermittler Oberst Gerhard Schicho: „Bei Hausdurchsuchungen wurden Waren im Wert von einer Million Schilling sichergestellt. Zehn Verdächtige sitzen in Haft.“

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